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Humboldt-Gymnasium Innenhof

Leitbild unseres Gymnasiums


„Die Jugend ist das Symbol des Fortschreitens, ist das Unzerstörbare, das Uralte, sich immer erneuernde Institut der Menschheit.“(Alexander von Humboldt)

„Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, welche dem Leben seinen Wert geben.“ (Wilhelm von Humboldt)


Diese Aussagen der Namensgeber unserer Schule spiegeln wesentliche Leitgedanken für die Bildungs- und Erziehungsarbeit am Humboldt-Gymnasium wider. Unser oberstes Ziel ist die Erziehung unserer Schülerinnen und Schüler zu gebildeten, mündigen Menschen, die in der Lage sind, ihr breites Wissen selbstständig und in der Gruppe verantwortungsvoll und verlässlich anzuwenden.

Schülerinnen und Schüler aus zahlreichen Nationen bereichern die Bildungs- und Erziehungsarbeit am Humboldt-Gymnasium. In der Verantwortung für das „sich immer erneuernde Institut der Menschheit“ sieht sich die Schule als Ort, an dem sich alle Kinder unterschiedlichster Herkunft, Kulturen und Religionen wohlfühlen und entwickeln können. Die Vermittlung und das Erleben von Werten wie Respekt und Toleranz sind dafür unabdingbare Voraussetzungen und genießen einen hohen Stellenwert im täglichen Miteinander. Auf der Basis und im Sinne einer offenen, friedlichen und vertrauensvollen Gemeinschaft sind wir bestrebt, bei den Schülerinnen und Schülern ein vielfältiges Interesse zu entwickeln, das stets von einer kritischen Neugier begleitet ist.

Eine starke Gemeinschaft von Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern, Eltern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie eine hohe Identifikation aller beteiligten Gruppen mit der Schule bilden die Grundlage für ein erfolgreiches Arbeiten.

Über die elementare Arbeit im Sinne der Humboldt‘schen Allgemeinbildung hinaus liegen die Schwerpunkte unseres Wirkens in der musikalischen Bildung und im Erlernen von Sprachen. Zahlreiche Musikensembles, Chöre und Orchester stehen für diese Kernpunkte unseres pädagogischen Auftrags. Der musikalische und sprachliche Schwerpunkt des Humboldt-Gymnasiums eröffnet in Form vieler Konzerte einerseits sowie internationaler Kontakte mit Partnerschulen andererseits besondere Gelegenheiten und Anlässe, die Verbindungen mit Menschen zu pflegen und zu fördern. Alljährliche Aufenthalte der Klassen im schuleigenen Schullandheim runden die an unserer Schule besondere Qualität von Verbindungen zwischen Menschen im Sinne Wilhelm von Humboldts ab.

Das Humboldt-Gymnasium steht auch in Zukunft für ein humanistisches Bildungsideal und wird seine bisherigen Stärken konsequent weiterentwickeln. Die Schulgemeinde des Humboldt-Gymnasiums fühlt sich seiner Tradition verpflichtet und ist den Ansprüchen und Anforderungen einer modernen Gesellschaft gegenüber aufgeschlossen.



Leitziele/Leitmotive des Humboldt-Gymnasiums

Leitziel/Leitmotiv 1

Wir verstehen unsere Schule nicht nur als Lern-, sondern auch als Lebensraum. Wir schaffen an unserer Schule zahlreiche und vielfältige Anlässe und Gelegenheiten, die es allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft ermöglichen, offen und vorurteilsfrei miteinander zu agieren und zu kommunizieren.

 

Leitziel/Leitmotiv 2

Wir fördern und begleiten unsere Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Persönlichkeit. Wir beachten die individuellen Fähigkeiten, Interessen und Haltungen unserer Schülerinnen und Schüler und bieten ihnen Möglichkeiten und Perspektiven, ihre persönlichen Begabungen und Qualitäten zu fördern und in den Blick zu nehmen.

 

Leitziel/Leitmotiv 3
Wir betrachten das erfolgreiche Arbeiten im Unterricht als Mittelpunkt unseres Handelns. Wir schaffen inhaltliche und organisatorische Rahmenbedingungen, die unseren Schülerinnen und Schülern ein produktives und kontinuierliches Arbeiten ermöglichen, und wir unterstützen sie in ihrem Prozess zu eigenverantwortlichem Lernen und Handeln.

 

Leitziel/Leitmotiv 4
Wir vermitteln unseren Schülerinnen und Schülern fachliche, methodische und soziale Kompetenzen, die es ihnen erlauben, ihr späteres persönliches Leben in sozialer Verantwortung zu gestalten.

 

Leitziel/Leitmotiv 5
Wir verstehen den musikalischen Schwerpunkt unserer Schule als bedeutenden Bildungsauftrag und verwirklichen ihn in vielen Bereichen unserer schulischen Gemeinschaft. Wir legen besonderen Wert auf das Erlernen von Sprachen und pflegen den internationalen Austausch und die Zusammenarbeit mit den Partnerschulen.

 

Leitziel/Leitmotiv 6

Wir pflegen und fördern die Mitgestaltungsmöglichkeiten aller am Schulleben beteiligten Personen und Gruppen.

 


Schwerpunkt 1: Die Musik

 

"Die Musik ist ein moralisches Gesetz. Sie schenkt unseren Herzen eine Seele, verleiht den Gedanken Flügel, lässt die Phantasie erblühen ..." (Platon)

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.“  (Friedrich Nietzsche)

Freude an der Musik und der Wille, diese Freude auch aktiv durch Singen oder Spielen eines Instrumentes auszudrücken, sind die Eigenschaften, die Kinder mitbringen sollten, um ihre mu-sikalische Laufbahn am Humboldt-Gymnasium zu beginnen.
Der unersetzbare Beitrag des Faches Musik zur Bildung besteht darin, den Schülerinnen und Schülern sowohl kreative Gestaltungsmöglichkeiten, emotionales Erleben und künstlerische Erfahrungen mit Musik zu ermöglichen als auch Musik-Verstehen und rationale Argumentation zu vermitteln. Vielfältige musikpraktische Erfahrungen erweitern die ästhetische Wahrneh-mungsfähigkeit, gedankliche Arbeit und Reflexion über verschiedenste musikalische Phänomene verbreitern das Feld des Denkens. Ein wichtiges Ziel des Musikunterrichts ist es daher, den Schülerinnen und Schülern dieses Wechselspiel bewusst zu machen und sie zu befähigen, ihre erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse als Bereicherung für die eigene Lebensführung nutzen zu können.
Dieses Bildungsziel verfolgen wir von Anfang an mit höchster Priorität durch unser „MUSIK-plus“-Modell, in dem alle Schülerinnen und Schüler der Erprobungsstufe zusätzlich zum normalen Musikunterricht in zwei Unterrichtsstunden entweder in „Anfängerklassen“ (5b und 5d) ein Musikinstrument erlernen oder ihre bereits vorhandenen Instrumentalfähigkeiten in den „Expertenklassen“ (5a und 5c) aktiv in das Unterrichtsgeschehen mit einbringen können. Darüber hinaus bietet die Singklasse (5e) den Schülerinnen und Schülern die attraktive Möglichkeit, die Inhalte des Musikunterrichts der Klassen 5-9 über das Singen zu erschließen und zu vertiefen. All dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern, der Städtischen Clara-Schumann-Musikschule (CSM), der Robert-Schumann-Hochschule für Musik (RSH) und dem Tanzhaus NRW (TH). Diese Form der Bildung von Klassen mit homogener musischer Interessenlage fördert sowohl die individuelle Motivation als auch die soziale Integration, was sich insgesamt positiv auf das Klassenklima und die allgemeine Unterrichtssituation in der Klasse auswirkt.
Im Anschluss an die Erprobungsstufe erhalten die Schülerinnen und Schüler ihren regulären Musikunterricht und haben die Möglichkeit, in der Mittelstufe das Fach Musik als Wahlpflicht-Fach im Rahmen der Differenzierungskurse anzuwählen In der Oberstufe findet der Musikunterricht sowohl in Grundkursen als auch in Leistungskursen seine Fortführung. Die Schülerinnen und Schüler können zudem in der Anwahl des instrumental- oder vokalpraktischen Kurses ihre musikpraktischen Aktivitäten abiturrelevant einbringen.
Darüber hinaus realisieren wir unseren musikalischen Schwerpunkt durch ein aktives und reich-haltiges Musikleben an der Schule: So finden regelmäßig musikalische Projekte und Konzert-veranstaltungen mit unseren Kooperationspartnern, der Oper Düsseldorf, der Tonhalle Düsseldorf und dem WDR Köln statt Des Weiteren haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, auf ein breites Angebot musikalischer Ensembles zurückzugreifen und sich in diesen musikalisch weiterzubilden und aktiv einzubringen, es sind dies der Unterstufenchor, der Mittel- und Oberstufenchor, die Brassband, das Jazzorchester, die Siyanda Strings, die Giratte, die BigBand und natürlich als Krönung das Sinfonieorchester.   Durch diese gemeinschaftliche Arbeit an Projekten und in Ensembles mit anschließender Präsentation in Form von Konzerten und Aufführungen werden die Schülerinnen und Schüler in der Entfaltung wichtiger personaler und sozialer Kompetenzen gefördert: sie erlangen eine disziplinierte Arbeitshaltung, entwickeln Stärken im Bereich der Selbstverwirklichung und Teamfähigkeit und fördern ihr Selbstbewusstsein durch Überwindung von Ängsten und Abbau von Hemmungen bei Proben und Aufführungen. Darüber hinaus werden die Kompetenzen der Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit sowie eine starke Identifikation mit der Schule in besonderem Maße gefördert.
Das Postulat des Pädagogen Pestalozzi, Bildung und Erziehung mit Kopf, Herz und Hand an-zustreben, findet in der Ausgestaltung des musikalischen Schwerpunkts am Humboldt-Gymnasium somit seine angemessene Realisierung. Wie in kaum einer anderen Profilbildung können hier emotionales, affektives und kognitives Lehren und Lernen verknüpft und damit ganzheitliche Zugangsweisen und Erfahrungen vermittelt und verinnerlicht werden.

 


Schwerpunkt 2: Die Sprachen


Neben dem musikalischen Profil ist an unserer Schule das sprachliche Profil besonders ausgeprägt. Dies zeigt sich deutlich an den vielfältigen Wahlmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler im Bereich der Fremdsprachen. Eine ausgewogene Balance zwischen den alten Sprachen Latein, Griechisch und Hebräisch einerseits und den modernen Fremdsprachen Englisch, Französisch und Italienisch andererseits kennzeichnet unsere Schule, die sich der humanistisch-philosophischen Gedankenwelt Wilhelm von Humboldts verpflichtet weiß und die Schüler gleichzeitig durch das Erlernen moderner Fremdsprachen auf die komplexen Erfordernisse der modernen Zeit vorzubereiten sucht.

Die Alten Sprachen
Die Sprachen Latein, Griechisch und Hebräisch erfreuen sich an unserer Schule großer Beliebtheit. 
Lateinunterricht findet in allen Jahrgangsstufen statt: Mehr als 70% unserer Schülerinnen und Schüler wählen Latein in der fünften oder sechsten Jahrgangsstufe und erlernen diese Sprache in der Regel bis zum Erwerb des Latinums am Ende der Einführungsphase. In der Oberstufe haben sprachinteressierte Schülerinnen und Schüler über das Latinum hinaus die Möglichkeit, im Rahmen eines Grundkurses in der Q 1 und Q 2 ihre Lateinkenntnisse zu vertiefen.
Griechischkurse beginnen am Humboldt-Gymnasium nicht nur als Differenzierungskurse in der Jahrgangsstufe 8, sondern auch als Zentralkurse in Kooperation mit anderen Gymnasien in der Jahrgangsstufe 10. Beide Kurstypen führen nach vier bzw. drei Jahren Griechischunterricht zum Erwerb des Graecums; in beiden Kurstypen nutzen Schülerinnen und Schüler Jahr für Jahr die Möglichkeit, Griechisch als Abiturfach zu belegen. Wiederholt konnte in den letzten Jahren aufgrund des hohen Schülerinteresses sogar ein Griechisch-Leistungskurs eingerichtet werden. 
Es ist erfreulich, dass wir in den letzten Jahren mit Griechisch- und Lateinkursen der Sekundarstufe II wiederholt auch einwöchige Exkursionen nach Athen und Rom anbieten konnten.
Auch der Hebräischkurs, der jedes Jahr zu Beginn der Oberstufe eingerichtet wird, zeugt von der hohen Wertschätzung, die unsere Schülerinnen und Schüler den Alten Sprachen entgegenbringen.

Die modernen Fremdsprachen
Selbstverständlich beginnen alle Schülerinnen und Schüler in Fortführung des Grundschulunterrichts mit dem Erlernen der Fremdsprache Englisch ab Jahrgangsstufe 5. Französisch kann als Differenzierungsfach wahlweise ab der Jahrgansstufe 6 oder 8 erlernt werden. Italienisch wird ab der EF an unserer Schule angeboten. Zudem bieten wir in Kooperation mit anderen Düsseldorfer Gymnasien Japanisch und Russisch als Zentralkurse in der Oberstufe an.
Ziel unseres modernen Fremdsprachenunterrichts ist es, unsere Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die Herausforderungen der globalisierten Welt vorzubereiten. Dazu zählt insbesondere ein kompetenzorientierter Unterricht, zu dem wir ergänzend Fremdsprachenprüfungen wie beispielsweise das „DELF-Diplom“ in Französisch sowie den „Big Challenge“ oder das „Cambridge Certificate“ in Englisch anbieten.

Schüleraustausch zur Verbesserung des Spracherwerbs
Am effektivsten sind jedoch immer die Begegnungen mit den Muttersprachlern und das Eintauchen in die jeweilige Kultur: Wir freuen uns daher über langjährige Schulpartnerschaften mit der „Senior High School“ in Wayzata, MN (Jahrgangsstufe Q1), der „Ecole Alsacienne“ in Paris (Jahrgangsstufe EF), dem „Liceo Scientifico G.D. Cassini“ in Genua (Jahrgangsstufe Q1) sowie der „Chengnan Middle School“ in Dazu, Chongquin, China (Jahrgangsstufen EF und Q1). Das hohe Interesse unserer Schülerinnen und Schüler an diesen Austauschprogrammen bestätigt die Bedeutung unserer Projekte.

Sprachenförderung am Humboldt-Gymnasium
Sprachinteressierten Schülerinnen und Schülern bietet unsere Schule die Möglichkeit, in sogenannten „Latein-Plus“-Klassen die beiden Fremdsprachen Englisch und Latein schon ab Klasse 5 parallel zu erlernen. Dieses Modell erfreut sich bei Schülern und Eltern so großer Beliebtheit, dass wir in den letzten Jahren neben den mit Englisch beginnenden Klassen immer auch zwei „Latein-Plus“-Klassen einrichten konnten.
Besonders sprachbegabte Schülerinnen und Schüler können an unserer Schule im Rahmen des sogenannten „Drehtürmodells“ ab der Jahrgangsstufe 6 auch gleichzeitig die Fremdsprachen Französisch und Latein erlernen.
In den Fremdsprachen Englisch und Latein gibt es an unserer Schule außerdem im Rahmen der individuellen Förderung ein spezielles „Forderangebot“. Dies richtet sich an besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 bis 9, die eigenständig an zusätzlichen von einem Fachlehrer betreuten Projekten arbeiten. Insbesondere unser Lernzentrum bietet hierfür ausgezeichnete Arbeitsmöglichkeiten.

 

 


Schwerpunkt 3: Der Lernort „Haus Pempelfort“ - Unser Schullandheim in Waldbröl

 

Geschichte und Fakten
Das Schullandheim „Haus Pempelfort“ dient dem Humboldt-Gymnasium seit 1957 als außergewöhnlicher Lernort in Ergänzung zum Alltag in der Schule. Das Haus liegt oberhalb der Stadt Waldbröl im Oberbergischen Kreis, ca. eineinhalb Stunden von Düsseldorf entfernt, in ruhiger Lage auf einem Grundstück von fünf Hektar. Zu dem Gelände gehören ein Rasenfußballfeld, ein Multifunktions-Sportplatz und ein Waldgelände.
Das Schullandheim verfügt über 63 Betten in insgesamt 14 Schlafräumen auf der ersten Etage. Im Erdgeschoss befinden sich vier große Gruppenräume, die sich  aufteilen in den „Glaspalast“ (Speiseraum), den Unterrichtsraum mit kleiner Bühne, den Medienraum und den Tischtennisraum. Alle Räume sind multifunktional und lassen sich mit wenig Aufwand für individuelle Zwecke umgestalten.

Schullandheimpädagogik
Rahmenbedingungen
Das Schulprogramm sieht vor, dass jede Klasse jedes Jahr eine Woche in dem Schullandheim verbringt.
Durch die besonderen Bedingungen, die das Schullandheim bietet:
- kein festgelegter Stundentakt
- Lage in freier Natur
- breites Raumangebot
- gemeinsame Tage von Schüler*innen und Lehrer*innen ohne äußere Einflüsse und  Störungen
eröffnet jeder Aufenthalt besondere Möglichkeiten des pädagogischen Wirkens und gemeinsamen Arbeitens, die im normalen Schulalltag in der Regel nur schwer umzusetzen sind.

Soziales Lernen
Die soziale Komponente des Lernens spielt bei jedem Aufenthalt einer jeden Gruppe eine wesentliche Rolle. Unabhängig von der Möglichkeit eines zielgerichteten, intendierten sozialen Lernens aufgrund von Problemen in einer Lerngruppe, bietet jeder Aufenthalt eine Vielzahl von Gelegenheiten, sich besser kennen zu lernen und zu verstehen. Das betrifft sowohl die Zusammenarbeit der Schüler*innen untereinander als auch die der Schüler*innen und Lehrer*innen. Durch die vielfältigen gemeinsamen Aktivitäten an 5 Tagen haben die Lerngruppen die Möglichkeit, zu einer Gemeinschaft zusammen zu wachsen, wie es im Schulalltag nur schwerlich möglich sein kann.
Besonders die ersten Aufenthalte der neuen 5. Klassen, die das Haus grundsätzlich zur alleinigen Nutzung haben,  stehen unter dem Motto „Wir werden eine Klasse“. Aber auch in jeder anderen Jahrgangsstufe laufen beim gemeinsamen Arbeiten, beim gemeinsamen Sporttreiben, beim gemeinsamen Essen, bei gemeinsamen Wanderungen etc. gruppendynamische Prozesse ab, die in der Form im Schulalltag nicht möglich, für eine funktionierende, homogene Klassengemeinschaft jedoch unabdingbar sind.

Inhaltliche Schwerpunkte der Aufenthalte
Die zeitlichen, räumlichen und personellen Möglichkeiten unseres Hauses  begünstigen das mehrperspektivische und praxisbezogene Lernen. So hat sich seit einiger Zeit die Arbeit an Projekten als die Form des Lehrens und Lernens herausgestellt, die den Möglichkeiten des Schullandheims einerseits und den Anforderungen der modernen Welt andererseits gerecht wird. Die Verknüpfung von praktischem und theoretischem Lernen und die themenbedingte Schulung von Kernkompetenzen wie Lesen, Referieren, Diskutieren, Argumentieren etc. erfüllen nachhaltig die Forderungen moderner Bildungspolitik und lassen sich in idealer Weise im Bedingungsgefüge eines Schullandheimaufenthalts verwirklichen.
Seminare in der Oberstufe und Aufenthalte verschiedener Arbeitsgemeinschaften und Projektgruppen runden die pädagogische Nutzung des Schullandheims ab.

Das Schullandheim als Begegnungsort
Haus Pempelfort als Treffpunkt für die Schulgemeinde
Über die pädagogische Nutzung als Lernort  hinaus dient das Schullandheim als Treffpunkt verschiedenster Gruppen der Schulgemeinde zu verschiedensten Anlässen. Beispielhaft seien an dieser Stelle genannt:

Das Spielfest der 5. Klassen
Die Schüler*innen der 5. Klassen treffen sich mit ihren Eltern und ihren LehrerInnen zu gemeinsamen Spielen und zum besseren Kennenlernen jenseits des Schulalltags. Bei der Gelegenheit lernen die Kinder und ihre Eltern erstmalig das Haus kennen. Außerdem werden die Eltern mit den Grundzügen unserer Schullandheimpädagogik vertraut gemacht.

Treffen der Jubiläums-Abiturjahrgänge
In Erinnerung an „alte Zeiten“ treffen sich ehemalige Schüler*innen des Humboldt-Gymnasiums im Schullandheim, um in geselliger Runde das Jubiläum ihres jeweiligen  Abiturjahrgangs zu begehen.
In den Zeiten, in denen das Haus nicht von Gruppen des Humboldt-Gymnasiums belegt ist, steht das Schullandheim auch anderen Schulen oder Jugendgruppen zur Nutzung zur Verfügung.

 

© Humboldt-Gymnasium Düsseldorf 2008

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Zum musikalischen Schwerpunkt:

Das Humboldt-Gymnasium hat einen sprachlich-musikalischen Schwerpunkt. Der musikalische Schwerpunkt zeigt sich in den folgenden Aspekten:

  • in einem erweiterten Angebot des Faches Musik mit dem Namen „MUSIKplus“!
  • in der Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern, der Städtischen Clara-Schumann-Musikschule (CSM), der Robert-Schumann-Hochschule für Musik (RSH)
  • in der Möglichkeit, das Fach ‚Musik praktisch‘ ab Klasse 8 als Wahlpflichtfach zu wählen
  • im Angebot eines Leistungskurses Musik in der Sekundarstufe II
  • in einem breiten Angebot musikalischer Ensembles
  • in musikalischen Projekten
  • in einem reichhaltigen Musikleben an der Schule, das seinen Niederschlag in stets gut besuchten Konzerten findet
  • Aktuelle Termine aus dem Musikbereich finden Sie hier!

Weitere Informationen und Artikel finden Sie unter „Fächerangebot–Musik“.


Zum sprachlichen Schwerpunkt:

Am Humboldt Gymnasium kann jede/r Schüler/in aus dem Kanon der Sprachen Englisch, Latein, Französisch, Griechisch, Hebräisch oder Italienisch bis zu vier Fremdsprachen lernen. Zusätzlich bieten wir in Kooperation mit anderen Düsseldorfer Gymnasien Japanisch und Russisch als Zentralkurs (ZK) an.

Die Schülerinnen und Schüler können in der Klasse 5 entweder Englisch (‚Englisch Klasse’) oder mit Latein und Englisch starten (‚Latein plus Klasse’). Daraus folgend ergeben sich verschiedene Sprachenlaufbahnen, die sich weiter entfalten, da in den Folgejahren weitere Fremdsprachen einsetzen.

Auf der Seite „Fächerangebot–Sprachen“ finden Sie detaillierte Informationen zu Folgendem:

  • eine Übersicht über mögliche Sprachenfolgen
  • Wichtige Hinweise zu Pflichtbelegungen
  • Eine Vorstellung der Alten Sprachen
  • Eine Vorstellung des Faches Italienisch

Soziales Lernen und "Lernen des Lernens"

Soziales Lernen:

Im täglichen Zusammenleben in der Schule gibt es vielfältige Bemühungen um das soziale Lernen. Wir freuen uns, dass es in unserer Schule in den meisten Fällen ein freundliches und friedliches Miteinander gibt. Der Alltag auf dem sehr großzügigen Schulgelände gibt viel Gelegenheit zum Spiel, besonders die jüngeren Jahrgänge können sich auf den beiden Schulhöfen und den Sportplätzen in Gruppenspielen und beim beliebten „Rundlauf“ um die heiß begehrten Tischtennisplatten ausgiebig bewegen und den fairen Umgang miteinander üben. Die älteren Jahrgänge nutzen unsere gemütlichen Räumlichkeiten im Foyer vor der Aula und auch das Schülercafé zum Klönen aber auch zum gemeinsamen Arbeiten in den Freistunden. Und fast an allen Tagen sieht man zur Mittagszeit eifrige Oberstufenschüler, die sich um das Schließen von Lernlücken der jüngeren Schüler beim Nachhilfeunterricht bemühen.
Besonders intensive Möglichkeiten zum sozialen Lernen ergeben sich natürlich bei den zahlreichen Aufenthalten im Landschulheim, in denen alle Klassen der Jahrgänge 5 bis 9 eine ganze Schulwoche miteinander verbringen. In Sport-AGs und bei unserem Schulsanitätsdienst zeigen viele Schülerinnen und Schüler ein besonderes soziales Engagement und der ganze 9. Jahrgang erprobt seine soziale Kompetenz in einem zweiwöchigen Sozialpraktikum, in dem bei der Arbeit mit Obdachlosen, Kindern in Schule und Kindergarten und auch mit Behinderten bleibende Eindrücke gesammelt werden, die im Gespräch mit dem besuchenden Klassenlehrer und in einer intensiven Auswertungsphase verarbeitet werden. Nicht zuletzt zeigen die zahlreichen Schülerinnen und Schüler, die die besonderen Aktivitäten am Humboldt-Gymnasium wie unsere Musikkonzerte oder auch die Führungen am Tag der offenen Tür unterstützen, ein positives soziales Klima. Auch den Blick über den meist gesicherten eigenen Alltag hinaus zeigen einige Klassen, wenn sie sich bei dem landesweiten Tagwerktag bemühen, Geld für Kinder in Afrika zu sammeln. Und bei den Sponsorenläufen, die in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, kommen durch das Engagement der Schüler beim Sammeln von Sponsoren und bei ihrem sportlichen Einsatz große Summen zusammen, die wir neben schulischen Belangen immer auch unter das Motto eines sozialen Projektes stellen.